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LEISTUNGEN · GEOTHERMIEVDI 4640 · SIA 384/6 · §§ 8, 9, 49 WHG

Geothermie

Machbarkeit und Dimensionierung von Wärmequellen – über 25 Jahre und bei Bedarf über die Nutzungsdauer gerechnet, nicht über eine Heizperiode. Ob ein Gebäude seine Wärme aus Erdwärmesonden, einem Kollektor unter der Bodenplatte, Energiepfählen, dem Grundwasser oder dem Meer beziehen kann, entscheiden Baugrund, Lastgang und Genehmigungslage am Standort. Wir rechnen die Varianten durch und belegen, welche trägt.

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25 aSIMULATIONSZEITRAUM
BEI BEDARF NUTZUNGSDAUER
≥ −1,5 °CMITTLERE FLUIDTEMPERATUR
KRITERIUM SIA 384/6 · 50 JAHRE
5 QuellenSONDEN · KOLLEKTOR · PFÄHLE
GRUNDWASSER · SEEWASSER
15 minAUFLÖSUNG DER LASTDATEN
AUS WÄRMEMENGENZÄHLERN, WO VORHANDEN
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Quelle finden

Am Anfang steht keine Anlage, sondern eine Frage: Was gibt der Standort her, und was braucht das Gebäude? Beides wird aus Daten abgeleitet: Lastgänge aus Wärmemengenzählern oder der Gebäudesimulation, Untergrundkennwerte aus dem Baugrundgutachten und – vor der Dimensionierung – aus dem Thermal-Response-Test.

Machbarkeitsstudie Wärmequelle

Standortmodell aus dem Baugrundgutachten mit Wärmeleitfähigkeit je Schicht, Grundwasserstand und Tabuzonen für Frost und Setzung; Lastanalyse aus Zählerzeitreihen oder Gebäudesimulation – Jahresdauerlinie, monatliche Wärmemenge, Tagesprofil; Vergleich der Quellenvarianten in Bewertungsmatrix und Kostenprognose über 25 Jahre.

VDI 4640 Blatt 1 · Lastgang 15 min · Bewertungsmatrix · Investitions- und Betriebskosten

Optimierung und Vergleich der Quellen

Sonden, Zweilagen-Kollektor, Energiepfähle, Grundwasser- und Seewasser-Wärmepumpe werden mit demselben Lastprofil am selben Standortmodell gerechnet. Erst dann zeigt sich, welche Quelle robust ist – und ob ein Verbund aus zwei Quellen günstiger ist als eine allein.

Variantenstudie · Jahresarbeitszahl · Vollkosten 25 Jahre · Robustheitsprüfung
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Dimensionieren und nachweisen

Eine Wärmequelle muss das Temperaturkriterium auch im letzten Winter einhalten, nicht nur im ersten. Deshalb wird jede Variante über 25 Jahre und bei Bedarf über die Nutzungsdauer simuliert, mit Rückspeisung im Sommer und dem Kriterium der Auslegung.

Erdwärmesondenfeld

Sondenzahl, Tiefe und Abstand aus der Feldsimulation (Superposition der Linienquellen) über 25 Jahre, bei Bedarf über die Nutzungsdauer; Bilanzgrad und Betriebsführungsregel für die Rückspeisung; Nachweis der minimalen mittleren Fluidtemperatur für Grund- und Spitzenlast; Bohrpunktplan mit Abständen zu Gebäuden, Grenzen und benachbarten Sondenfeldern.

VDI 4640 Blatt 2 · SIA 384/6 · Superposition der Sonden · Bilanzgrad · Thermal-Response-Test (VDI 4640 Blatt 5)

Flächenkollektor unter der Bodenplatte

Zwei Rohrlagen flächig unter Tiefgarage oder Bodenplatte: Frostnachweis mit Lage der 0-°C-Isotherme, Sandpuffer über frostempfindlichen und setzungsrelevanten Schichten, Wärmebilanz gegen den Raum darüber, Rückspeisung im Sommer.

Zweidimensionale Temperaturfeld-Simulation · Frost- und Setzungsnachweis · VDI 4640 Blatt 2

Energiepfähle

Wo ohnehin tief gegründet wird, tragen die Pfähle die Wärmequelle mit: Entzugsleistung je Pfahl aus Länge, Durchmesser und Baugrund, Abgleich mit der Tragwerksplanung und den Grenzen der Pfahltemperatur.

DIN EN 1997-1 · EA-Pfähle · VDI 4640 Blatt 2

Seethermie und Grundwasser-Wärmepumpe

Wärme aus dem Meer, einem See oder dem Grundwasserleiter: Entnahme- und Rückgabekonzept, Monatsbilanz von Wärme, Quellentemperatur und Arbeitszahl, Wärmetauscher und Zwischenkreis, Trasse bis zur Technikzentrale – samt Sturmflut-, Küsten- und Naturschutzrandbedingungen.

§§ 8, 9 WHG · Monatsbilanz · Titan-Plattenwärmetauscher · HDD-Querung
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Genehmigen und umsetzen

Jede Quelle hat ihren eigenen Genehmigungsweg. Wir bereiten die Unterlagen so vor, dass die Behörde die Nachweise findet, die sie sucht.

Antragstellung

Anzeige und Erlaubnis für Erdwärmesonden nach Wasserrecht, Anzeige nach § 127 BBergG bei Bohrungen tiefer als 100 m, Anzeige der Bohrungen nach Geologiedatengesetz, wasserrechtliche Erlaubnis für Entnahme und Wiedereinleitung bei See- und Grundwasserthermie, Abstimmung mit unterer Wasserbehörde und geologischem Landesamt.

§§ 8, 9, 49 WHG · § 127 BBergG · GeolDG · Leitfäden der Länder

Förderprüfung und Ausschreibung

Prüfung der Förderfähigkeit nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und – bei Wärmenetzen mit mehr als 16 Gebäuden oder mehr als 100 Wohneinheiten – nach der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), jeweils nach dem Stand der Richtlinien bei Antragstellung; Ausschreibung von Bohrarbeiten, Thermal-Response-Test und Pilotmaßnahme; auf Wunsch Monitoring im Betrieb, um die Simulation an der gebauten Anlage zu überprüfen.

BEW · BEG · VDI 4640 Blatt 5 · Monitoring

Seethermie: Wärme aus dem Meer

BLATT 3 · SYSTEMSCHEMA UND TRASSENPROFIL · AUSZUG

Konzept der Studie – offener Seewasserkreis mit Zwischenkreis: Das Seewasser soll in mindestens 3 bis 4 m Wassertiefe entnommen werden, im Titan-Plattenwärmetauscher um 2 bis 4 K abkühlen und getrennt von der Entnahme ins Meer zurückfließen. Die Leitung zur Technikzentrale ist als HDD-Querung unter Promenade und Strand vorgesehen, ohne offenen Graben durch den Strand.

Systemschema des Studienkonzepts einer Seewasser-Wärmepumpe mit Ansaugkopf, Siebanlage, Titan-Wärmetauscher, Wärmepumpenkaskade und Trassenprofil vom Meer bis zur Technikzentrale
QUELLE
Seewasser 0–18 °C · Entnahme in mindestens 3–4 m Wassertiefe · Rückgabe 2–4 K abgekühlt, > 50 m getrennt
ÜBERGABE
Siebanlage mit selbstreinigendem Filter · Titan-Plattenwärmetauscher · Sole-Zwischenkreis
TRASSE
HDD-Querung unter Promenade und Strand · Seeleitung 2 × PE d 315 mm · Ansaugkopf mit Fischschutz
NACHWEIS
Monatsbilanz Wärme und Strom · Quellentemperatur und Arbeitszahl · Sturmflutwasserstand
MACHBARKEITSSTUDIE HOTELRESORT AN DER OSTSEEKÜSTE · 2026 · KONZEPT DER STUDIETIEFENPROFIL ALS ANNAHME · PEILUNG ERFORDERLICH · ANONYMISIERT

25 Jahre statt einer Heizperiode

BLATT 4 · FELDSIMULATION ERDWÄRMESONDEN · AUSZUG

Vier Varianten mit 12 bis 40 Sonden und Monatslasten aus der Gebäudesimulation: Ohne vorrangige Rückspeisung (Bilanzgrad 50 %) kühlt das Feld mit 22 Sonden Jahr für Jahr aus und unterschreitet das Kriterium. Wird die Sommerwärme zuerst in die Sonden zurückgespeist (Bilanzgrad ≥ 95 %), bleibt dasselbe Feld über 25 Jahre über dem Kriterium – ohne zusätzliche Sonden. Die reinen Sondenfeld-Varianten derselben Studie mit 48 bis 80 Sonden verfehlen das Kriterium bei Bilanzgraden bis 50 % deutlich.

25-Jahre-Simulation der minimalen mittleren Soletemperatur in vier Varianten mit 12 bis 40 Sonden gegen das Kriterium von minus 1,5 Grad
KRITERIUM
Minimale mittlere Fluidtemperatur ≥ −1,5 °C nach SIA 384/6 (bezogen auf 50 Jahre)
OHNE PRIORISIERUNG
22 Sonden · Bilanzgrad 50 % → −4,7 °C im Jahr 25 · Feld kühlt aus
MIT VORRANGIGER RÜCKSPEISUNG
22 Sonden · Bilanzgrad ≥ 95 % → +0,4 °C im Jahr 25 · gleiche Sondenzahl, stabil
ERGEBNIS
Vorrangige Rückspeisung der Sommerwärme statt zusätzlicher Bohrmeter – setzt ausreichend Sommerwärme voraus · Grundlage für Antrag und Ausschreibung
MACHBARKEITSSTUDIE HOTELRESORT AN DER OSTSEEKÜSTE · 2026MONATSLASTEN AUS DER GEBÄUDESIMULATION · ANONYMISIERT

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Schicken Sie uns Lage und Aufgabenstellung, Heizlast oder Zählerdaten und, falls vorhanden, das Baugrundgutachten – wir schlagen Untersuchungsumfang und Ablauf vor.

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